Jugendradtour Ostwestfalen 2021

Jugendradtour Ostwestfalen 2021 © ADFC DO

Ostwestfalen-Jugendradtour 2021

 

Vom 1. bis 7. August 2021.

Warum in die Ferne schweifen, wenn es auch in der Nähe vieles zu erleben gibt.

 

Mehrtagesradtour der ADFC Radfahrjugend Dortmund

Am Sonntag, dem 1. August ging es nach langwierigen und schwierigen Planungen (viele Absagen der Übernachtungsorte wegen Corona) endlich los.

Um 08.30 Uhr trafen sich 21 Kinder, Jugendliche und deren Betreuer an der ADFC-Geschäftsstelle, um sich von ihren Eltern zu verabschieden.

Über Unna und Werl ging es in die schöne Stadt Soest. Angetrieben von kräftigem Rückenwind waren wir eine Stunde vor unserer Planung bei unserer Unterkunft „Evangelischen Frauenhilfe“. Wir folgten daher gerne einem Rat einer Dame und genossen das leckerste Eis von Soest in der dortigen Eismanufaktur.

Am zweiten Tag fuhren wir erst einmal bergauf am Steinkistengrab vorbei auf den Haarstrang und dann wieder hinab zum Möhnesee. Zünftiges Picknick gab es mitten im Wald hoch oben am Möhneseeturm. Frisch gestärkt wurden die Beine danach anders beansprucht: Die (Schwanen-)Tretboote bewegten sich trotzdem nicht annähernd so schnell wie unsere Fahrräder. Das geplante Schwimmen im See fiel leider wegen der kühlen Witterung aus. Nachdem der See umrundet war, ging es über den Pengelweg (eine ehemalige Eisenbahntrasse) im „Genussradeltempo pur“ wieder nach Soest zurück.

Am nächsten Morgen war zunächst Corona-Test im Drive-In angesagt. Das hatten die Tester noch nicht erlebt, dass 20 Rad fahrende Menschen (1 Mädchen musste leider wegen schweren Heimwehs abgeholt werden) sich testen ließen. Aber dies war die Auflage für die Aufnahme in der Jugendherbege Wewelsburg.

Über Bad Sassendorf, Erwitte und Geseke vorbei am Airport Lippstadt-Paderborn fuhren wir auf die imposante Burg zu.

Abends schmissen wir dort den Grill an, bevor wir ins Almetal gingen, um dort am Lagerfeuer den schönen Tag ausklingen zu lassen.

Am 4.Tag stand eine Rundtour durchs Alme- und Aftetal mit Besuch des Freibades in Harth-Ringelstein an. Unsere Enttäuschung war groß, als wir um 11 Uhr dort ankamen, das Bad aber wegen Corona erst um 13 Uhr öffnete. So entschlossen wir uns, weiterzufahren, um auf der Bergkuppe das Picknick zu genießen.

Da dort kein großer Platz war, fragten wir bei einem Bauernhof, ob wir dort auf dem Gelände essen durften. Die Dame des Hauses hieß uns herzlich willkommen und wir speisten in Gemeinschaft mit den dort grasenden Schafen, die unser ältestes Brötchen bekamen.

Das Picknick mussten wir dann ganz schnell einpacken, weil urplötzlich ein Gewitter aufkam. Wir konnten in einem Schuppen zwischen zwei Treckern schauern.

Auf der Abfahrt ins Aftetal bekamen wir dann doch noch nasse Füße, denn die Wege waren noch pitschepatsche nass.

Vor dem Abendessen besuchten wir noch das Museum mit der Gedenkstätte "Wewelsburg 1933-1945. Kult- und Terrorstätte der SS" mit der Besichtigung der Gruft und des SS-Obergruppenführersaals im Nordturm. Wollten einige Teilnehmer erst nicht mit in die Ausstellung, waren alle hinterher ergriffen ob der Taten der SS in Wewelsburg.

Tag 5 war unsere Königsetappe. Sie war nicht sehr lang, aber am Ende stand die Überquerung des Teutoburger Waldes vor uns.

Von der Wewelsburg gings nunmehr Almeabwärts an Paderborn und den Lippeseen vorbei (zum Baden war es wieder zu kalt) durch Hövelhof  zu den Emsquellen. Hier hatten wir wieder Glück. Nach dem dortigen Picknick kam ein riesig dickes Gewitter runter und wir konnten im Emsquellen- Infozentrum schauern.

Nach Regenende fuhren wir hinter dem Donner des Gewitters hinterher. Die Wege mit sandigem Untergrund waren fast unpassierbar, zentimeterhoch stand und floss in ihnen das Wasser. Dies führte aber zu einem wahnsinnigen Spaß bei allen, auch wenn der Jüngste von uns plötzlich mitten in einer Pfütze lag und diejenigen, die keine Schutzbleche hinten hatten, Dreckwasserspuren bis in den Nacken hatten.

In Augustdorf hatten wir das Gewitter oder das Gewitter uns aber wieder eingeholt, sodass wir wieder Pause machen mussten. Im anschließenden Teutoburger Wald wiederholte sich der Vorgang der nassen Wege wieder, allerdings dieses Mal ohne Sturz, aber mit viel Spaß. Trotz der zwischenzeitlichen Wartezeiten kamen wir pünktlich an der Jugendherberge Detmold an.

6. Tag: Kulturtag: Kürzeste Tagesetappe voll mit Besichtigungen. Zuerst gings drei Kilometer steil zum Hermannsdenkmal, der höchsten Statue von Deutschland auf 386 m Höhe, hoch. Der Ausblick von der Terasse war atemberaubend. In der Ferne konnten wir den sich nähernden Regen schon sehen.

In eben diesem Regen gings 20 % steil runter zum Vogelpark Heiligenkirchen, in dem nicht nur mehr als 1200 Vögel leben, sondern es auch viele Spielmöglichkeiten gibt.

Wieder steil bergauf auf einem Schotterweg und bergab zur Adlerwarte Berlebeck. Neben dem Besuch stand hier auch Mittagessen an und dann entschlossen wir uns, länger zu bleiben, um das Freiflugprogramm erleben zu können. Es hat sich gelohnt: Eine tolle Vorstellung.

Noch einmal ging es steil bergauf, sodass das Rad auch von einigen geschoben werden musste. In der folgenden Bergabfahrt aber dann die Überraschung: Mit dem Fahrrad gings mitten durch die Externsteine, eine Sandstein-Felsformation mit maximal 47,7 m Höhe, die wahrscheinlich vor 110 Millionen Jahren entstanden ist und zu einem der herausragenden Natursehenswürdigkeiten Deutschlands zählt.

Da die Zeit schon fortgeschritten war, sparten wir uns die Besteigung der Externsteine und fuhren über Horn-Bad Meinberg an der dortigen Burg vorbei Richtung Jugendherberge zurück, wo wir nach starkem Regen klitschenass ankamen.

Am letzten Tag hatten wir dann Glück: Der Truppenübungsplatz Senne war für den Durchgangsverkehr geöffnet. Ein besonderes Erlebnis, das es nicht oft gibt. In diesem Korridor sieht man kein Haus, keine Siedlung, nur Sand, Bäume und andere Natur – und spürt Stille. Rechts und links darf man in die Wege nicht abbiegen, das Anhalten auf der Strecke ist ebenfalls verboten.

Direkt vorm Eingang des Nixdorf-Museums genossen wir dann unser letztes Picknick, obwohl es nur Resteessen gab. Dann standen noch zwei Stunden Besichtigung des Museums an. Einige zogen es allerdings vor, ausschließlich diverse Spielangebote im Museum zu nutzen. Aber für Technikinteressierte ein tolles Museum.

Vom Bahnhof Paderborn ging es dann mit dem Zug kostenlos nach Dortmund zurück. Kostenlos, weil Monatsticketbesitzer kostenlos das Fahrrad mitnehmen und dazu noch eine weitere Person mit Fahrrad mitnehmen durften. Und das passte genau. 10 hatten ein Ticket, 10 durften mitfahren.

Bei einem dicken Eis in unserer Heimateisdiele Angelo hieß es dann Abschied nehmen.

1. Fazit: Gesamtstrecke 365 km, längste Etappe 67 km, kürzeste 36 km.

2. Fazit: Auch diese Freizeit war wieder toll. Wo geht es nächstes Jahr hin?             WB

 

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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