Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Dortmund e. V.

Für einen zügigen Ausbau der Velorouten in Dortmund

Über 400 Teilnehmende bei acht Demonstrationen – Seniorenbeirat und ADFC fordern mehr Tempo bei Planung, Finanzierung und Umsetzung

Zum Abschluss der letzten Velorouten-Demonstration verlas Martin Fischer, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Dortmund, eine gemeinsame Erklärung mit den Forderungen der Teilnehmenden. Anschließend übergab er die Erklärung an Bürgermeisterin Ute Mais. Damit wurden die Forderungen nach einem zügigen Ausbau der Velorouten, einer verlässlichen Finanzierung und mehr Sicherheit für den Radverkehr unmittelbar an die Stadtspitze herangetragen. 
Mehr als 400 Menschen haben sich an insgesamt acht Demonstrationen für den zügigen Ausbau der Velorouten in Dortmund beteiligt. Auf Initiative des Seniorenbeirates der Stadt Dortmund und in Kooperation mit dem ADFC Dortmund fanden die Aktionen von März bis Oktober 2026 auf den geplanten Velorouten statt. Die Botschaft ist eindeutig: Dortmund muss beim Ausbau seiner Velorouten endlich schneller vorankommen! 

Die Teilnehmenden appellieren eindringlich an den Rat der Stadt Dortmund und seine zuständigen Ausschüsse, die bereits gefassten Ratsbeschlüsse konsequent umzusetzen und die notwendigen politischen, finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen für einen beschleunigten Ausbau zu schaffen. Im Mai 2022 beschloss der Rat der Stadt Dortmund die Planung von neun Velorouten. Sie sollen den bestehenden und zukünftigen Radverkehr auf durchgängigen, möglichst umwegfreien Verbindungen aus den Stadtbezirken in die Innenstadt führen. Dabei soll die Routenführung möglichst wenig mit stark vom Kraftfahrzeugverkehr belasteten Straßen in Berührung kommen. 

Die Demonstrationen sollten den Ausbau beschleunigen und die geplanten Routen zugleich stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Die Beteiligung von mehr als 400 Menschen zeigt, wie wichtig vielen Dortmunderinnen und Dortmundern eine sichere und attraktive Radverkehrsinfrastruktur ist. Die bisherige Bilanz ist ernüchternd: Von den insgesamt geplanten 82 Kilometern sind bislang lediglich rund 8,5 Kilometer realisiert. Bis Ende 2028 sollen nach den bisherigen Planungen insgesamt etwa 19 Kilometer fertiggestellt sein. Damit wäre zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal ein Viertel des vorgesehenen Veloroutennetzes ausgebaut. 

Ein wesentlicher Faktor bei der Umsetzung sind die verfügbaren Fördermittel. Viele Radverkehrsmaßnahmen können mit öffentlichen Fördermitteln finanziell unterstützt werden, wobei die Förderquote häufig bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten beträgt. Voraussetzung ist jedoch in der Regel, dass die Stadt den verbleibenden Eigenanteil durch eine entsprechende Kofinanzierung sicherstellt. Ohne die notwendigen kommunalen Mittel können Fördermittel häufig nicht in Anspruch genommen werden. Deshalb muss die Stadt Dortmund die Finanzierung der Velorouten frühzeitig und verlässlich planen, die erforderlichen Eigenanteile rechtzeitig bereitstellen und geeignete Förderprogramme konsequent nutzen. Fördermöglichkeiten dürfen nicht an fehlender kommunaler Kofinanzierung scheitern. Planung, Finanzierung und Umsetzung müssen endlich besser ineinandergreifen. 

Im Masterplan Mobilität Dortmund 2030 hat sich die Stadt unter anderem zum Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil von zehn auf 20 Prozent zu steigern. Aktuell liegen wir bei 13 %. Das kann nur gelingen, wenn ein durchgängiges, sicheres und attraktives Radverkehrsnetz entsteht, das Menschen aller Altersgruppen im Alltag nutzen können. Die Velorouten sind dafür ein wesentlicher Baustein. 

Es ist nicht hinnehmbar, dass bis Ende 2028 voraussichtlich noch nicht einmal ein Viertel der geplanten Gesamtstrecke fertiggestellt sein wird. Die mehr als 400 Teilnehmenden der acht Demonstrationen verbinden deshalb ihre Aktionen mit einem klaren Appell an die Kommunalpolitik: Die beschlossenen Ziele müssen zeitnah und verbindlich umgesetzt werden. 

Gemeinsam fordern wir von der Stadt Dortmund:

- Einen deutlich zügigeren Ausbau der neun Velorouten.
- Die rechtzeitige Bereitstellung der notwendigen kommunalen Kofinanzierung, damit Fördermittel genutzt werden können.
- Eine vorausschauende Fördermittelplanung, um vermeidbare Verzögerungen zu verhindern.
- Endlich sichere Radwege zu Schulen und Freizeiteinrichtungen.
- Die Einrichtung sicherer Radrouten zwischen den Stadtteilen.

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ADFC Fahrrad-Demo Aplerbeck 10.04.2026

ADFC Fahrrad-Demo Aplerbeck 10.04.2026

Copyright: Uwe Grützner

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