
Verbände werben für Änderung der Verkehrsführung an der Arndtstraße
Die Bezirksvertretung Innenstadt-Ost ist in ihrer jüngsten Sitzung dem Vorschlag der Verwaltung zunächst nicht gefolgt, die Einbahnstraßenregelung im letzten Abschnitt der Arndtstraße am Kaiserbrunnen umzukehren.
Diese Entscheidung stößt bei den Fahrrad- und Verkehrsverbänden, darunter ADFC und VCD, auf Unverständnis. Aus ihrer Sicht würde die vorgeschlagene Änderung vor allem die Sicherheit des Radverkehrs deutlich verbessern.
Pressemitteilung
Mehr Sicherheit für den Radverkehr: Verbände werben für Änderung der Verkehrsführung an der Arndtstraße.
Die Bezirksvertretung Innenstadt-Ost ist in ihrer jüngsten Sitzung dem Vorschlag der
Verwaltung zunächst nicht gefolgt, die Einbahnstraßenregelung im letzten Abschnitt der
Arndtstraße am Kaiserbrunnen umzukehren. Diese Entscheidung stößt bei den Fahrrad- und
Verkehrsverbänden, darunter ADFC und VCD, auf Unverständnis. Aus ihrer Sicht würde die
vorgeschlagene Änderung vor allem die Sicherheit des Radverkehrs deutlich verbessern.
Der betroffene Abschnitt der Arndtstraße hat eine wichtige Funktion für den Radverkehr –
insbesondere seit die Kaiserstraße in Richtung Innenstadt für Radfahrende gesperrt ist. Seither
ist die Fahrradstraße Arndtstraße als Ausweichroute vorgesehen. Um sie zu erreichen, müssen
Radfahrende die Kaiserstraße an der Einmündung Bismarckstraße verlassen und in die
Arndtstraße abbiegen.
Gerade im Bereich des Kaiserbrunnens ist die Arndtstraße jedoch noch keine Fahrradstraße
und zudem sehr schmal. Begegnungsverkehr führt dort regelmäßig zu gefährlichen
Situationen für Radfahrende.
Aus diesem Grund empfiehlt die Verwaltung, die Fahrtrichtung der Einbahnstraße in diesem
Abschnitt umzukehren. Der Vorschlag wurde im Vorfeld mit ADFC, VCD, der Fahrradgruppe
Kaiserstraßenviertel sowie dem BDA abgestimmt.
Nach Einschätzung der Verbände hätte die Maßnahme mehrere Vorteile: Sie würde den Kfz-
Durchgangsverkehr aus der Arndtstraße herausnehmen, den Parksuchverkehr reduzieren und
den Radverkehr sicherer machen. Für den Autoverkehr wären die Auswirkungen gering, da im
Wesentlichen der Durchgangsverkehr betroffen wäre, der stattdessen sinnvollerweise über die
Hamburger Straße geführt werden könnte.
Die Bezirksvertretung hat die Entscheidung zunächst vertagt, da einzelne Fraktionen weiteren
Beratungsbedarf angemeldet haben.
„Wir empfehlen den Parteien in der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost, dem Vorschlag der
Verwaltung zu folgen“, erklären Heide Kröger-Brenner (ADFC) und Lorenz Redicker (VCD).
„Die Maßnahme dient vor allem der Sicherheit des Radverkehrs. Wir sollten und dürfen nicht
warten, bis sich an dieser Stelle Unfälle ereignen.“
Zudem sei der Kfz-Durchgangsverkehr in der Arndtstraße nach wie vor vergleichsweise hoch.
Gerade in einer Fahrradstraße habe dieser Verkehr jedoch grundsätzlich nichts zu suchen –
darauf weisen die geltenden Regelungen für Fahrradstraßen ausdrücklich hin.
ADFC Dortmund e.V. , BDA Dortmund Hamm Unna, VCD Dortmund/Unna,
Fahrradgruppe Kaiserstraßenviertel